Einmal, immer wieder - und plötzlich überall...

Gefunden auf www.kotivinkki.fi  - das ist ein finnisches Wohnmagazin.
Gefunden auf www.kotivinkki.fi - das ist ein finnisches Wohnmagazin.

Viele von Euch kennen das Phänomen: Ist man von einem Thema oder einer Sache fasziniert, entdeckt man plötzlich überall und an den außergewöhnlichsten Orten etwas, das zu eben diesem Thema passt. Man ist sensibilisiert, alle Sinne sind geschärft und auf einmal nehmen wir wahr, was sonst keine Chance gehabt hätte, im Filter unseres Bewusstseins hängen zu bleiben. 


Mir geht es seit rund zwei Jahren so mit Himmeli. Als ich das erste Mal so ein außergewöhnliches Mobile sah, war klar: Ich muss so ein Himmeli haben! Witzigerweise war es kurz vor Weihnachten, als ich begann, im Internet nach Anleitungen zu suchen. Neben einigen Zeichnungen fand ich eine finnische Videoanleitung, die ich ungefähr 20 mal im Zeitraffer abspielte. Und selbst wenn ich finnisch könnte, hätte ich das Video vermutlich trotzdem 19 mal abspielen müssen, bis ich meinen ersten kleinen – aus Strohhalmen und viel zu dünnem Nähgarn gebastelten – Himmeli-Diamanten in den Händen hielt.


Eine neue Liebe mit Startschwierigkeiten

Angespornt durch diesen ersten kleinen Erfolg, probierte ich weiter. Fluchte, wenn der Faden die Halme zerschnitt, stach mich, schimpfte, wenn beim Schneiden die Halme so sehr gequetscht wurden, dass sie brachen… Aber, juhu! An Weihnachten 2013 hing in unserem Wohnzimmer zum ersten Mal dieser traditionelle nordische Weihnachtsschmuck. 

Dass ich mit meiner neu entfachten Himmeli-Liebe international absolut im Trend lag, war mir damals noch gar nicht klar. Vielmehr war ich einfach nur hin und weg von den geometrischen Schattenspielen und freute mich jedes Mal, wenn sich mein Himmeli durch einen nicht wahrnehmbaren Luftzug zu drehen begann.

Gefesselt vom Thema Himmeli recherchierte ich weiter. Ich experimentierte mit Materialien, testete Röhrchen, suchte geeignete Fäden, übte Techniken, kaufte eine Tischkreissäge - und wurde eine "Himmelista". 

Himmeli, Stroh, my himmeli
Mein erstes Stroh-Himmeli...

Monrovian Star, my himmeli,
Bild aus einer Wohnreportage in dem Magazin Living at home, Ausgabe 11/2015

Als solche ist natürlich meine Wahrnehmung auf Himmeli-artiges geschärft – und tatsächlich: Himmeli sind allgegenwärtig! In einer Wohnreportage über Harold David in der November-Ausgabe der "Living at home" trohnt auf Eero Saarinens Tulip-Tisch ein wunderschönes schwarzes Himmeli (Monrovian Star). In der Werbung der aktuellen Möbellinie "Nex pur" von "PIURE." ist auf dem Sideboard ein ähnliches Himmeli in Messing dekoriert. "Maison des Monde" präsentiert ein Schlafzimmer, in dem eine Himmeli-Lampe über dem Bett hängt. Instagramm, Pinterest und viele Blogs und Magazine (Kotivinkki) veröffentlichen Fotos von modernem Interior, in dem Himmeli dekoriert sind. Plötzlich sind Himmeli überall!

Wie schön!

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